Samstag, 1. August 2015

(Buchvorstellung) Die 100 von Kass Morgan

 
Titel: The 100
Autor: Kass Morgan
Seiten: 320
Erscheinungstermin: 27.07.2015
Verlag: Heyne
Originalversion: Nein
Originaltitel: The 100
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
All der Hype – da komme ich nicht drum herum.

Inhalt:
Seit einem vernichtenden Atomkrieg lebt die Menschheit auf Raumschiffen. 300 Jahre lang hat niemand mehr die Erde betreten. Doch nun sollen 100 jugendliche Straftäter das Unmögliche wagen: zurückkehren und herausfinden, ob ein Leben auf dem blauen Planeten wieder möglich ist. Doch was die idealistische Clarke, der geheimnisvolle Bellamy und die anderen Verurteilten nach ihrer Ankunft vorfinden, raubt ihnen den Atem. Ein tödliches Abenteuer beginnt, auf das sie kein Training der Welt hätte vorbereiten können ... (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist okay, wobei ich es schöner gefunden hätte, wenn es nicht die Schauspieler der Serie gewesen wären, denn das Buch ist schon sehr abweichend zum Fernseh-Plot.

Titel:
Der Titel passt gut, denn es geht um 100 Jugendliche, die nach einem Atomkrieg aus dem All zurück auf die Erde geschickt werden.

Schreibstil:
Das Buch ist aus der Sicht verschiedener Protagonisten, jedoch durchgehend in der Dritten Person geschrieben. Wer die Serie schon gesehen hat: Die Geschehnisse sind bis auf die groben Umstände komplett anders, weshalb es schwer ist, beide Varianten miteinander zu vergleichen.
Die Geschichte war durchwegs spannend, allerdings hätte ich mir ein bisschen weniger Liebes-Drama gewünscht. Denn wirklich viel passiert noch nicht im ersten Band, bis auf, dass man die Protagonisten kennenlernt.
Auch die Hintergründe, bzgl. Weltenaufbau hätten ein bisschen mehr ausgefeilt werden können, wobei sie hier schon konkreter sind, als in der Fernsehserie.

Charaktere:
Nach hundert Seiten musste ich mir eine Frage stellen: Wo ist Finn? – Nicht da. Denn den Seriencharakter gibt es nicht (Ich weiß, das kratzt an der Kategorie Spoiler, aber ich möchte, dass niemand mit den falschen Erwartungen an das Buch geht und es nimmt ja nichts von der Story weg). Als Charaktere, die abwechselnd in ihren Kapitel erzählen, haben wir: Clarke, Wells, Bellamy, Glass. Clarke und Wells waren wirklich gut charakterisiert und vor allem Bellamy und das Verhältnis zu seiner Schwester waren glaubhaft beschrieben. Es gab auch immer wieder Rückblicke, die von der Vergangenheit der Protagonisten erzählten, und warum sie verurteilt wurden.
Nur mit Glass wurde ich nicht so warm. Ich denke, ihre Existenz ist nur wichtig, um dem Leser zu zeigen, was gerade oben im Weltall geschieht.

Erwähnenswert:
Nicht vergleichbar mit der Fernsehserie.

Stuck in my Head:
»Er war nicht der tapfere Ritter, der gekommen war, um die Prinzessin zu retten. Er war der Schurke, dessentwegen sie überhaupt erst ins Verlies geworfen worden war.« (S.178) 
Kriesenreif:
Ein bisschen zu viel Beziehungsdrama, das war einfach too much!

Fazit:
Ein guter Reihenauftakt, der außer den groben Umständen nicht viel mit der TV-Serie gemeinsam hat. Wenn ich jetzt wählen müsste, würde ich die Serie wählen, da sie doch bis jetzt mehr Story geboten hat und sich mit dem Liebesdrama, das hier vonstatten geht, zurückhält. Dennoch ist das Buch gut und auf jeden Fall einen Blick wert.


Kommentare:

  1. Dankeschön für deine Rezi!

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  2. Hi!
    Da war ich jetzt echt gespannt drauf. Hmm, ich hatte das schon so in etwas erwartet. Das der Weltenbau nicht die Wucht ist, hat man ja in de rserie schon gesehen. aber das es Finn im Buch nicht gibt, ist ja echt wieder typisch!
    Danke für's rezensieren.

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    1. Ja, ich hab auch lange "Wo ist Finn?" gespielt. Ist schon komplett anders. Nicht schlecht, aber Buch und Serie haben sich parallel irgendwo hin entwickelt. Ist aber schwer zu sagen, wie es weitergehen wird und ob es wieder Gemeinsamkeiten gibt, denn die anderen Bände sind ja noch nicht erschienen.

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  3. Neeeeeein, warum fehlt Finn?! Er ist mein Lieblingscharakter in der Serie, das können die doch nicht machen! Einerseits würde ich das Buch (das ich mir gestern in der Buchhandlung noch geschnappt habe) jetzt am liebsten ganz tief im Regal vergraben und es nicht lesen, andererseits muss ich es einfach lesen. Einmal die Woche ist mir zu wenig...

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    1. Ach, les es. Ohne Finn ist auch okay (aber natürlich schade). Bellamy ist hier deutlich wichtiger im Buch.

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  4. Hey Sonja,

    interessante Rezension. Ich habe mich ja bisher sowohl von Serie als auch Buch distanziert, weil ich den Hype vorbeiziehen lassen wollte. Ich wüsste gerade auch nicht, ob ich das Buch lesen würde. Mir gefällt es überhaupt nicht, wenn Buch und Film solche Differenzen aufweisen. Man weiß natürlich nicht, ob vieles aus Band 2 in der 1. Staffel jetzt verwendet worden sind. Aber solche Unterschiede? Ich weiß ja nicht... Ich glaube das lasse ich mich doch lieber von der Serie verführen xD Ich mochte das schon bei "Vampires Diaries" nicht die Buchvorlage, einfach weil die Unterschiede zu groß waren. Nun ja... Danke für die Rezi :-)

    Liebe Grüße,
    Diana

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    1. Huhu,

      das ist es ja, vielleicht mischen die auch ordentlich und Finn taucht in Band 2 auf? Ich zerbreche mir da jetzt nicht den Kopf.
      Die Serie kannst du ruhig schauen, ist ganz erholsam Mittwoch abends :)

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