Donnerstag, 9. Juli 2015

(Buchvorstellung) Girl on the Train von Paula Hawkins

 
Titel: Girl on the Train
Autor: Paula Hawkins
Seiten: 448
Erscheinungstermin: 15.06.2015
Verlag: Blanvalet
Originalversion: Nein
Originaltitel: The Girl on the Train
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
So gehypte Bücher sind entweder ganz toll oder schrecklich. Die Neugierde hat gesiegt.

Inhalt:
Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.

Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse ... (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist ganz ansprechend, man merkt recht schnell, dass es sich um einen klassischen Thriller handeln wird.

Titel:
Passt sehr gut! Denn die ersten 150 Seiten tut man gefühlt nur das – Bahn fahren.

Schreibstil:
Okay, ich gebe zu, dass ich mir den Spaß erlaubt habe das Buch wirklich im Zug zu lesen, wodurch noch einmal ein ganz anderer Flair entsteht. Gerade in den Abschnitten, in denen die Protagonistin Rachel durch London tuckert, konnte man sich super in die Situation hineinversetzen. Richtige Kapitel hat das Buch nicht. Es springt zwischen den verschiedenen Charakteren hin und her, deren Abschnitte noch einmal mit Datums und Uhrzeitsangaben unterteilt sind.
Was mir allerdings aufgefallen ist, ist, dass alle drei – zwar mit gutem Schreibstil – aber dennoch dem gleichen, beschrieben werden.

Charaktere:
Rachel wird wohl meine Antiheldin des Jahres. Zumindest wird es schwierig werden, ihr den Rang abzulaufen. Sie ist Alkoholikerin, stalkt ihren Ex-Mann und lügt ihrer Vermieterin ein Berufsleben vor, obwohl sie arbeitslos ist. Es war merkwürdig, die Geschehnisse durch ihre Augen zu erleben, aber auch erfrischend. Sie macht ihre ganz eigene Wandlung neben den Hauptereignissen durch. Aber auch die anderen Charaktere wie Megan und Anna waren gut ausgearbeitet, wenn auch nicht so sehr wie Rachel.

Erwähnenswert:
Der Thriller spielt in London.

Stuck in my Head:
»Es kann wirklich keine schlimmere Qual geben, nichts kann mehr wehtun als die Unwissenheit die niemals endet.« (S.211) 
Krisenreif:
Ich hatte wirklich gehofft, hier ein Buch zu lesen, an dem ich mal nichts zu meckern habe. Leider zieht es sich stellenweise doch schon sehr und ich musste mich dann fragen, wo der Thriller hin ist. Es dauert generell, bis die Ereignisse in Fahrt kommen und vieles hätte man streichen können, weshalb ich einen Punkt abziehe.

Fazit:
Ein guter Thriller, aber ich habe mir mehr versprochen, weshalb es eben wirklich nur vier gute Sterne gibt. 100 Seiten weniger, mehr Tempo und es wären fünf geworden!
Kein Pageturner, aber ein solides Werk.


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