Montag, 1. Juni 2015

(Vorab-Buchvorstellung) A Thousand Nights von E.K. Johnston

 
Titel: A Thousand Nights
Autor: E.K. Johnston
Seiten: 256
Erscheinungstermin: 22.10.2015
Verlag: Macmillan Children's Books
Originalversion: Ja
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Ich vertraue meinem Pressekontakt und das Buch wurde mir empfohlen.

Inhalt:
Lo-Melkhiin killed three hundred girls before he came to my village, looking for a wife.

When Lo-Melkhiin - a formidable king - arrives at her desert home, she knows that he will take her beautiful sister for a wife. Desperate to save her sister from certain death, she makes the ultimate sacrifice - leaving home and family behind to live with a fearful man. But it seems that a strange magic flows between her and Lo-Melkhiin, and night after night, she survives. Finding power in storytelling, the words she speaks are given strange life of their own. Little things, at first: a dress from home, a vision of her sister. But she dreams of bigger, more terrible magic: power enough to save a king ...if only she can stop her heart from falling for a monster.

Set against a harsh desert backdrop, A Thousand Nights by E K Johnston is an evocative tale of love, mystery and magic that would not feel out of place if Scheherazade herself were telling it. And perhaps she is... (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover, das mein Vorabexemplar schmückt, ist dunkellila mit einer Pfauenfeder, die mit türkisfarbener Folie geprägt ist. Für ein einfaches ARC ist es schon sehr aufwändig gestaltet, was mich davon ausgehen lässt, dass der Verlag große Hoffnungen in das Werk setzt. Die endgültige Version, die im Oktober erscheinen wird, ist deutlich heller und geht etwas ins Pink.
Ansonsten wird sich das Cover kaum verändern (In der Rezension ist das offizielle Cover eingefügt). Wobei ich sagen muss, dass mir mein dunkles Exemplar besser gefällt, aber das ist Geschmacksache.

Titel:
Bei "A Thousand Nights" musste ich zuallererst an "1001 Nacht" denken und tatsächlich: Die Story stützt sich etwas auf den Klassiker und schafft es dennoch, auf eigenen Beinen zu stehen.
Die Geschichte spielt im Orient, es gibt Magie, Gefahren, aber zur Abwechslung müssen wir Mädels den Prinzen retten – sehr erfrischend.

Schreibstil:
Wir kennen das alle: Innerhalb von zehn Seiten wissen wir meistens, ob uns ein Buch gefallen wird oder nicht. Egal, ob es in der Geschichte magisch zugehen wird, der Funke muss einfach überspringen und das hat es bei "A Thousand Nights" schon nach dem zweiten Satz.
E.K. Johnston hat eine ganz besondere Art, den Leser zu fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loszulassen. Nicht nur der Schreibstil ist wunderschön und detailreich, ohne zu langweilen, sie bedient sich auch Stilelementen, die ich so nicht kannte. Das Buch ist zwar in der Ich-Perspektive geschrieben, doch bis auf Lo-Melkhiin, dem Prinzen, wird auf Namen verzichtet. Nicht einmal die Protagonistin hat einen. Aber wenn ich ehrlich bin, fiel mir das lange Zeit gar nicht auf, so sehr faszinierte mich die eigentliche Story.

Charaktere:
Unsere Protagonistin war so ziemlich das Gegenteil von dem, was ich erwartet hatte. Obwohl sie weiß, dass ihr als Lo-Melkhiins Frau sehr wahrscheinlich der Tod droht, hat sie keine Angst. Stattdessen manipuliert sie ihn, ist clever und mutig. Es war sehr leicht in ihre Rolle zu schlüpfen und das Geschehen durch ihre Augen zu erleben.
Lo-Melkhiin war wirklich unberechenbar und ich wusste oft nicht, ob ich ihn faszinierend oder abstoßend finden sollte. Das wurde vor allem dann deutlich, wenn die beiden alleine waren.
Generell waren die Charaktere je nach Wichtigkeit sehr gut ausgearbeitet.

Erwähnenswert:
Neuerzählungen bewährter Klassiker sind momentan stark im Kommen. Persönlich stehe ich der Sache mit gemischten Gefühlen gegenüber. Kann man einen Klassiker nicht einfach einen Klassiker sein lassen? Sicher, man kann aber auch Ideen weiterspinnen oder das Geschehen in eine ganz andere Richtung lenken. Und handelt es sich hier überhaupt um "1001 Nacht"? Wir haben schließlich eine namenlose Protagonistin.

Stuck in my Head:
»When Lo-Melkhiin came to me that night, before he went back out to watch the second night of falling stars, he looked at me for a long time before he took my hands. This time, it was not the way a lion stalks a gazelle, but rather the way a ram surveys the ewes.« (S.84) 
Krisenreif:
Nichts zu meckern.

Fazit:
Auf Goodreads stapeln sich die Kommentare. Begeisterte Rezensionen, hibbelige Fans, die bis Oktober warten müssen und die Info, dass sich acht Verlage um die Rechte geprügelt haben. Da kann ich nur sagen: Gut gemacht Pan Macmillan, das Buch hat sehr gute Chancen, das nächste Flaggschiff für den Herbst zu werden!


Kommentare:

  1. Das ist ja echt witzig, gerade erst ist "The Wrath & The Dawn" erschienen, das erzählt ebenfalls die Geschichte von 1001 Nacht neu.

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    1. Das Buch habe ich zwar gesehen, aber dann nicht gekauft. Hier liegt einfach noch zu viel rum. "A Thousand Nights" erscheint ja auch erst in knapp 6 Monaten. Da ist dann wenigstens noch ein bisschen Luft zwischen den Stories.

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