Sonntag, 28. Juni 2015

(News) Ein Buchblogger auf Abwegen: COSMETICA Frankfurt 2015

Einige haben es gestern schon auf Twitter und Facebook gelesen: Ich trudelte über die Messe. Aber keine Sorge, ihr habt nicht die Buchmesse verpasste – die ist erst im Oktober.

Nein, ich war auf der Kosmetikmesse "COSMETICA", denn ich plane eine neue Kategorie mit dem Thema "Was nehme ich neben dem Buch mit in die Wanne?". Aber dazuspäter mehr.
Pünktlich um 10:00 Uhr morgens öffneten sich die Hallen Nummer 5 und 6, um sämtliche Fachbesucher und die Presse einzulassen. Richtig, diese Messe ist leider nicht für das normale Publikum bestimmt. Zudem war sie auch sehr klein, sodass ich um 12 Uhr schon mit sämtlichen Gesprächen fertig war. Wobei hier das eigentliche Problem auftauchte: Ins Gespräch kommen.
Innerhalb der ersten halben Stunde wäre ich beinahe wieder nach Hause gegangen. Es war unmöglich, Smalltalk zu halten. Zum Beispiel stoppte ich am Stand von "Zartgefühl", da dieser wirklich zuckersüß gestaltet war. Komplett in rosa und mit sehr vielen netten Ideen, wie Badeschokolade.
Mein Gespräch lief ungefähr so ab:
Ich: Sehr hübsch aufgebaut.
Sie: Ja – UND GEHT!
Sorry, aber ich wollte was kaufen. Das habe ich mir dann verkniffen, da selbst die Badeschokolade vom Douglas günstiger ist und der Service gleich schlecht.

Ich muss dazusagen, dass es keine Umhängefolien gab, in die man seine Eintrittskarte reinschieben konnte. Somit wusste niemand, ob es sich um einen Aussteller, Presse oder Fachpersonal handelte. Tja, sie hatte gerade die Presse und eine Kundin in einem vergrault. Zu dem Zeitpunkt war ich allerdings noch gut gelaunt und versuchte weiterhin mein Glück.
Aber gerade in der Halle mit dem Nagelzubehör (durch das ich wirklich nur interessehalber gelaufen bin), war ein Gespräch unmöglich. Die Leute waren knapp angebunden, reserviert und teilweise auf der Flucht oder konnten mir keine Auskunft geben.
Also bin ich aus der Halle wieder raus mit dem Gedanken, dass das Buch- und Kosmetikvolk sich vielleicht entfach nicht verträgt.
In der anderen Halle gab es dekorative Kosmetik und Körperpflege, weshalb ich mir von dieser mehr verbrach, denn hier sollte es meine Ansprechpartner geben.
Nach einem weiteren kargen Gespräch mit einem Jacuzzi-Hersteller (Ich: Wow, wie bekommt ihr denn das Wasser hier wieder raus? Er: Das geht schon. Ich blieb stehen, weil mich das wirklich interessiert hätte. Er schob hinterher: Da machen Sie sich mal keine Sorgen, das ist nicht so schwer. Ja … Danke …)

Aber gut, kommen wir nun zu den positiven Erlebnissen. Ich habe mich nämlich sehr nett mit den Mitarbeiterinnen bei "Dr. Grandel" und "Charlotte Meentzen" unterhalten. Die beiden Marken sind wirklich gut, weshalb ich mich erkundigte, ob es auch Badezusätze, Masken, Peelings etc. gäbe und ob das Interesse bestünde, die "Was nehme ich neben dem Buch mit in die Wanne?"-Aktion zu unterstützen. Beide fanden die Idee sehr amüsant, weshalb ich meine Kontaktdaten dalassen sollte. Sehr nett und mein Glaube an die Zugängliche Menschheit war wieder hergestellt.
Es gab generell sehr viel hochpreisige Kosmetik, teilweise schwamm sogar Gold drin rum. Und je länger ich da blieb, desto netter wurden die Menschen. Ich kann nicht sagen, ob es daran lag, dass Einige um 10:00 Uhr noch nicht wach waren, oder ob Menschen, die Pflegeprodukte verkaufen anders ticken als die Schmickspezialisten.

Irgendwann landete ich dann am Stand von "Ajande", mit dessen Mitarbeitern ich direkt in ein sehr nettes Gespräch kam. Die Chefin und ihre Kollegin waren beide sehr freundlich und stellten mir ihr Zuckerpeeling, eine Enzyme-Bodylotion für gereizte Haut, die auf Pflanzenbasis das Haarwachstum verringern soll und ein Deo, das dies ebenfalls bewirken soll und ohne Aluminium arbeitet, vor.
Das Konzept sprach mich direkt an, denn genau das habe ich gesucht: Etwas Besonderes.
Meine Aktions-Idee kam auch direkt sehr gut an, sodass mir alle drei Produkte mitgegeben wurden. Ich bin schon sehr gespannt, das Zuckerpeeling riecht genial!
Besonders toll fand ich es, dass die Mitarbeiter selbst von ihren Produkten so begeistert waren. Das fördert bei mir die Glaubwürdigkeit und das Gespräch hat gleich doppelt so viel Spaß gemacht. Auch erzählte mir die Chefin, dass Hersteller Inhaltsstoffe verschweigen dürfen, wenn sie unter einem Prozent liegen. Das wusste ich noch gar nicht und ist in meinen Augen echt eine Frechheit.

Danach machte ich bei "peclavus" Halt. Die Firma hatte einen Riesenstand mit sehr vielen Produkten, allerdings fast nur für die Fußpflege. Dennoch hatte ich ein sehr langes Gespräch mit den Mitarbeitern, die mir im Katalog einige Badezusätze und Ähnliches zeigten. Das klang nicht schlecht und der Kollege gab mir fast sein ganzes Fußpflegesortiment in 30ml Tuben mit. Wenn es mir zusagt, soll ich mich bezüglich der geplanten Aktion noch einmal melden, da sie die in Frage kommenden Produkte nicht dabei hatten.
Jetzt muss ich gestehen, dass meine Füße kein besonders luxuriöses Leben führen. Außer Duschgel und Bodylotion kennen die nichts. Somit bin ich vor allem persönlich gespannt, was sein Rundumsorglossortiment so kann. Und dabei mit einem Buch zu entspannen ist vielleicht gar nicht so verkehrt.

Danach war ich eigentlich schon fast durch die gesamte Messe getigert und hatte nur noch einen
Gang vor mir. Hier gab es eher kleinere Stände, die bunt gemischt waren. Von Sugaring, über Aloe Vera Produkte bis hin zu Wimpernwachstumsseren war alles dabei.
Letzteres kam mir sehr mysteriös vor, sodass ich direkt halt machte. Die Werbung verspricht uns viel und hält wenig. Also wirklich, ein Serum, das längere Wimpern macht? Da war meine investigative Ader geweckt und ich musste nachfragen!
Sieh an, auch hier stand der Chef von "Dr. Massing" persönlich am Stand und erklärte mir, dass das Produkt durch Zufall entstand. Es gibt wohl Augentropfen, deren Nebenwirkung rasantes Wimpernwachstum war. Na, da gibts doch schlimmere Begleiterscheinungen!
Der Wirkstoff wurde dann soweit heruntergebrochen, dass er frei verkäuflich wurde und das Wimpernwachstum war das Ergebnis.
Er zeigte mir Vorher/Nachher Fotos und sagte, das Ergebnis wäre nach vier bis sechs Wochen deutlich sichtbar. Nach diesem netten Gespräch darf ich den Selbsttest machen, natürlich mit meinen eigenen Vergleichsbildern. Ich bin schon sehr gespannt. Morgen geht es los und in 6 Wochen verrate ich euch, ob sich an meinen Wimpern etwas getan hat.

So, kurz vor Ende fiel mir dann ein, dass ich ja noch Fotos für mein Semesterprojekt schießen musste. Also Kamera ausgepackt und los ging es. Für den Kurs Bildredaktion muss nämlich noch eine Bildreportage her – Na da ist die Messe doch perfekt!
Gerade, als ich doch noch einmal deswegen in die Nagel-Halle wollte, blieb mein Blick an einem Poster, direkt am Stand neben "Dr. Massing" hängen.
Darauf stand: Vegane Kosmetik. Oh je, noch so ein Thema, mit dem ich bis jetzt nichts am Hut hatte, aber die Tuben und Döschen waren so schön, dass ich natürlich schauen musste.
Die Kollegen waren auch direkt sehr herzlich und es ergab sich ein nettes Gespräch.
Zum mit in die Badewanne nehmen eignet sich Gesichtscreme und Lipgloss natürlich weniger, aber Vegan + hübsche Verpackung sind meiner Meinung nach besonders genug, um es in die neue Aktion zu schaffen.
Diese soll übrigens Montags erscheinen, je nachdem, ob es etwas zu berichten gibt.
Nach dem netten Gespräch durfte ich die Tester zweier Gesichtsseren, ein nagelneues Set
Waschcreme und Tonic sowie einen Lipgloss mitnehmen. Das ist super, denn ich bin echt gespannt, was die können und werde euch das natürlich nicht vorenthalten.

Natürlich bleibt der Blog ein Literaturmagazin, das von Rezensionen, News und aktuellen Themen lebt. Aber wir sind nun einmal überwiegend Mädels und es gibt nichts schöneres, als sich am Abend mit einem Buch zu entspannen.

Seid ihr neugierig auf die neue "Was nehme ich neben dem Buch mit in die Wanne?"-Aktion?
Das Thema wir bestimmt ab und an mal Montags ausfallen, denn ich möchte keinen Massenbeitrag produzieren, sondern besondere Produkte vorstellen, die den Abend mit einem Buch vielleicht noch schöner machen werden!

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