Freitag, 4. April 2014

(Buchvorstellung) Proxy von Alex London

 
Titel: Proxy
Autor: Alex London
Seiten: 384
Erscheinungstermin: 18.06.2013
Verlag: Philomel
Originalversion: Ja
Originaltitel: Proxy
Rezensionsexemplar: Nein

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Ich hatte das Buch auf einem amerikanischen Blog entdeckt und war von der Rezension und den Zitaten hin und weg. Ich musste es einfach haben!
Inhalt:
Knox was born into one of the City's wealthiest families. A Patron, he has everything a boy could possibly want—the latest tech, the coolest clothes, and a Proxy to take all his punishments. When Knox breaks a vase, Syd is beaten. When Knox plays a practical joke, Syd is forced to haul rocks. And when Knox crashes a car, killing one of his friends, Syd is branded and sentenced to death.
Syd is a Proxy.  His life is not his own.
Then again, neither is Knox’s. Knox and Syd have more in common than either would guess. So when Knox and Syd realize that the only way to beat the system is to save each other, they flee. Yet Knox’s father is no ordinary Patron, and Syd is no ordinary Proxy. The ensuing cross-country chase will uncover a secret society of rebels, test both boys’ resolve, and shine a blinding light onto a world of those who owe and those who pay. Some debts, it turns out, cannot be repaid. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover sieht sehr Sci-Fi-lastig aus, aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen. Die Welt ist sehr fortgeschritten aber es ist nicht zu abgehoben und auf der Flucht tut es dann doch das gute, alte Pferd.

Titel:
Den Titel "Proxy" könnte man auch einfach mit "Prügelknabe" ersetzen, denn genau das ist Syd leider.

Schreibstil:
Das war das erste, was mir an dem Buch auffiel, ich war sofort hin und weg. Alex London schafft es eine Atmosphäre zu erschaffen, die einen von Anfang an packt und nicht mehr loslässt. Kennt Ihr es, wenn Ihr ein Buch findet und beim Lesen denkt: Hoffentlich finde ich wieder ein so gutes Buch, wenn ich durch bin? So ging es mir mit "Proxy". Ich bin verliebt.

Charaktere:
Wir haben hier drei wichtige Charaktere. Zu allererst natürlich Sydney, genannt Syd. Er ist ein Waisenkind und schuldet dem Staat somit Geld für seine Unterbringung und die Schule. Um diese Schulden abzuarbeiten wurde er Knox, dem verwöhnten Jungen aus der Oberschicht, als Prügelknabe zugeteilt. Ungefragt versteht sich. Und Knox macht viel Mist, denn er muss es ja nicht ausbaden. Alles was er tun muss ist Syd zuschauen, wenn er verprügelt oder mit dem Elektroschocker gefoltert wird. Wobei er auch das nur auf einem Bildschirm sieht, denn Syd darf nicht wissen, wie er aussieht um zu verhindern, dass er Rache nimmt. Doch Knox treibt es zu weit und Syd wird an seiner Stelle zu 16 Jahren Arbeitslager verurteilt. Syd gelingt jedoch die Flucht und trifft durch einen Zufall auf Knox, was all seinen unterdrückten Hass aufkämen lässt. Aber das ist nicht das einzige Problem, denn Knox Vater will Syd tot sehen. Warum? Das müsst ihr selbst rausfinden, denn Syd könnte das gesamte System stürzen, auch wenn er es nicht weiß. Kurzentschlossen kidnapped er Knox um aus der Stadt zu fliehen. Dieser findet es aber gar nicht so schlimm, denn alles was seinen Vater auf die Palme bringt bereitet ihm Genugtuung. Irgendwann muss er sich jedoch eingestehen, dass Syd ein Mensch ist wie er und nicht nur das Eigentum seines Vaters. Auf ihrer Flucht bekommen sie unerwartet Hilfe von einem Mädchen, aber auch hier müsst ihr selbst erleben, wer und warum.

Erwähnenswert:
Für alle, die jetzt schon für Syd schwärmen: Sorry Mädels, aber der Junge fischt im eigenen Becken, sehr zu Knox Leidwesen, den das arg aus der Fassung bringt. Trotzdem fand ich es toll, wie das Thema Homosexualität hier behandelt wird. Und nein, wir haben hier keine tragische Liebesgeschichte. Trotzdem habe ich am Ende sehr gelitten.

Stuck in my Head:
Normalerweise gebe ich immer nur ein Zitat an, aber diese Buch lässt man am besten für sich selbst sprechen. Denn alleine der Schreibstil konnte mich an die Seiten fesseln!
„Syd pressed the base of his hands into his eyes. Another mark on his body. The birthmark, the scars from fights and cheap vaccines, now this, another reminder he had as much control of his skin as he did over the weather. None. Rage boiled inside him, pushing the pain in his body down. Sixteen more years, added just like that, and in Sterling Work Colony. It wasn’t right. It wasn’t fair.“  
"The horse sped under Syd and he felt a tingle up his spine, a thrill. He’d never sat on anything alive before, never felt this much power beneath him, knowing the animal was only just barely under his command. He squeezed his heels into its sides and found he could steer the horse that way, or at least make suggestions to it. As long as his suggestions were respectful, the horse obeyed with tremendous force. All this death, he thought, and I’m just starting to feel alive."
"I believe you, Knox...And I don't care...Got it? I believe you're sorry. I. Don't. Care. I don't want your sorry. Live with your guilt. It's the one debt you owe me and I don't ever, ever want it repaid.” 

Krisenreif:
Es war schon sehr techniklastig in der Stadt. Ich fand es nicht schlimm, aber ich musste gerade etwas für diese Kategorie finden.

Fazit:
Ihr seht es, so begeistert war ich schon lange nicht mehr. Ich liebe den Schreibstil, die Geschichte und die Protagonisten. Es hat alles, was man sich wünschen kann: Tiefe, Spannung, toller Plot und sogar Humor. Ich würde es am liebsten direkt noch einmal lesen. Der zweite Teil ist schon vorbestellt und ich kann es gar nicht erwarten, ihn Ende Mai in der Hand zu halten. Übrigens steht das Buch für sich alleine. Man muss nicht weiterlesen, die Story ist so auch abgeschlossen, auch wenn ich am Ende wirklich sehr mitgelitten habe. Absolute Leseempfehlung von mir! Pageturner!!


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