Freitag, 18. Oktober 2013

(Buchvorstellung) Angelfall - Fürchtet Euch Nicht / Angelfall von Susan EE

Ich habe die Tage gezählt, bis dieses Buch bei mir eintraf! Ich hatte so viele gute Rezensionen gelesen, dass ich dem Heyne Verlag virtuell um den Hals gefallen bin als ich die Zusage hatte, das Buch rezensieren zu dürfen.
Und als ich es in den Händen hatte, hat es genau... 1 Tag gedauert, bis ich es durch hatte! Beziehungsweise 5 Stunden für 400 Seiten, ich konnte einfach nicht mehr aufhören!


Er ächzt, seine Augendeckel klappen zu. Wieder ohrfeige ich ihn, so fest ich kann. "Sag mir, wo sie hin sind! Wo bringen sie sie hin?" Ein Teil von mir hasst diese neue Penryn, die ich geworden bin, hasst das Mädchen, das ein sterbendes Geschöpf ohrfeigt. Doch ich schiebe diesen Teil in eine dunkle Ecke meines Verstands, wo er mich ein anderes Mal piesacken kann, wenn Paige außer Gefahr ist. (S. 31)

Die Welt ist nicht mehr das was sie mal war, sie liegt in Trümmern seit die Engel auf die Erde gekommen sind um das Ende aller Zeiten einzuläuten.
Doch Penryn will sich damit nicht zufrieden geben, sie versucht ihre schizophrene Mutter und siebenjährige Schwester Paige, welche im Rollstuhl sitzt, in Sicherheit zu bringen.
Als sie wären Ihrer Flucht auf eine Gruppe Engel stoßen, die einen der ihren schwer verletzt und zum Sterben zurücklässt wird Paige von einem der Angreifer entführt. Auch ihre Mutter hat in dem Handgemenge die Flucht ergriffen und Penryn steht dem verkrüppelten, flügellosen Engel alleine gegenüber. Sie überwindet ihre Abscheu und schafft ihn von der Straße. Er ist ihre einzige Chance, ihre Schwester wiederzufinden, doch kann sie ihm trauen? Raffe ist nicht begeistert von der Idee ihr zu helfen, doch auch er hat noch eine Rechnung mit seinen Leuten offen, sodass sich das ungleiche Paar zusammenrauft und nach San Francisco aufbricht, direkt in die Höhle des Löwen.

"Lass mal deinen Fuß sehen." "Also, sorry, aber in der Engelwelt ist das was ziemlich intimes. Normalerweise braucht es mindestens ein Abendessen, etwas Wein und eine angeregte Unterhaltung, bevor ich eine Frau meinen Fuß anfassen lasse." (S. 77)

Mein Fazit:

Das Cover finde ich total toll. Es wirkt edler als das amerikanische. Ich bin schon gespannt, ob sich die Flügel auf dem 2. Band auch der Geschichte anpassen, so wie auf den originalen Einbänden.
Zum Schreibstil muss ich nicht viel sagen, der ist einfach unglaublich gut. Flüssig, schonungslos und teilweise einfach nur super lustig und sarkastisch. Trotz der aussichtslosen Situation. Die Autorin hat es wunderbar geschafft, diese doch teilweise recht heftige Geschichte aufzulockern wozu vor allem Raffe einen Großteil beiträgt, aber mehr zu ihm später.
Penryn fand ich echt erstaunlich. Ich hatte bei ihr auch immer irgendwie eine junge Asiatin vor Augen, ich weiß nicht woran das lag. Vielleicht an der Autorin? Nunja, auf jeden Fall hat sie für ihr Alter viel zu viel Verantwortung, was vor allem an ihrer Mutter liegt welche psychisch krank ist. Hier fällt auf, dass die Protagonistin diese Rolle übernommen hat. Sie kümmert sich um ihre Schwester, darum, dass genug zum essen da ist und im Notfall auch um die Straßengangs, die die Stadt kontrollieren.
Als ihre Schwester entführt wird, verwandelt sich der Teenager innerhalb von Sekunden von der führsorglichen Mutterrolle in eine knallharte Kämpferin. Sie schnappt sich den schwerverwundeten Raffe und bringt ihn in ein Gebäude. Nicht, dass ihr etwas an seinem Leben liegen würde, im Gegenteil aber sie weiß, dass er der Einzige ist, der ihr sagen kann wo ihre Schwester ist. Im Notfall holt sie es mit Gewalt aus ihm heraus.
Was sie nicht gedacht hat ist, dass Raffe selbst schwer verwundet noch stärker ist als sie. Er lässt sich ihr, in seinen Augen Theater, vorerst gefallen weil es ihn amüsiert, bis sie doch einen wunden Punkt bei ihm trifft.
Er weist sie daraufhin zwar schnell in ihre Grenzen, muss jedoch auch einsehen, dass sie sich auf der Erde um einiges besser auskennt als er. Als sie ihn überredet sie zu ihrer Schwester zu bringen willigt er ein da er nicht nur Rache will, sondern auch seine Flügel. Und jeder Tag der verstreicht mindert seine Chancen, dass ein Chirurg sie wieder annähen kann. Er ist sich so schon nicht sicher, ob es funktioniert.
Hier treffen förmlich zwei Welten aufeinander, die doch auf eine groteske Art und Weise voneinander abhängig sind. Während Raffe vieles amüsant findet gehen bei Penryn oft die Nerven durch. Ich war mir nicht sicher, ob sie den Weg ohne ihn geschafft hätte. Auch fand ich es gut, dass sich nicht sofort eine Liebesgeschichte entwickelt. Eigentlich gibt es keine richtige, vielleicht am Ende aber auch das steht noch ganz am Anfang, was ich als total angenehm empfand.
Der Fokus wurde viel mehr auf den Konflikt gelegt, denn die Zwei sind eigentlich Feinde und die ganze Zeit schwebt die Frage in der Luft, was passieren wird, wenn die beiden ihr Ziel erreichen.
Wer Raffe eigentlich ist, wurde mir persönlich etwas zu schnell klar und die Politik im Hintergrund hat mich zugegebenermaßen kurzzeitig genervt. Aber wirklich nur kurzzeitig, da die Geschichte einfach überwältigend ist!

Mein Highlight dieses Jahr und eine ganz klare Leseempfehlung!


Kommentare:

  1. Ich war von dem Buch auch begeistert! Ich überlege sogar den zweiten Teil vielleicht vorher auf englisch zu lesen, falls ich nicht so lange warten kann bis er auf deutsch erscheint. :)

    Liebe Grüße
    Katja

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    1. Der Gedanke kam mir auch direkt danach. Aber ich habe noch so viele andere Büche zum lesen und ich wollte eigentlich meinen SuB (noch 30 Bücher) auf 0 bringen bis Neujahr. Das wird so schon nicht klappen :(

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  2. Anonym15:49

    ach ich liebe Bücherfans! Sowas macht mich happy ;-) Weiter so!

    natalie.

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    1. Bist ja auch einer :)

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    2. Anonym22:31

      deswegen ja manchmal ist es nicht leicht ein Bücherfreund zu sein :( Aber hey wie wärs wenn du mal ein Buch schreibst mit dem Titel leben mit Büchern und Engel-ich wär die erste die es lesen würde ;-)

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    3. Ich schreibe doch. Aber engellos. Das Buch wird sehr wahrscheinlich "The Project" heißen. Das letzte Wort hat ja immer der Verlag.

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